Gerade mal wird der Begriff Podcast etwas populär, da ist er schon wieder in Gefahr. Der amerikanische Computerkonzern Apple stört sich an der Verwendung der Silbe Pod, die auf ihr Produkt iPod hinweist:

Apple hat die Audio- und Video-Podcast-Seite Podcast Ready dazu aufgefordert, die Verwendung des Namens einzustellen. Gleichzeitig beschwert sich der Computerhersteller über die Software Mypodder desselben Anbieters. Stein des Anstoßes ist der Name. Dieser sei zu nah an "iPod" und enthält ferner den Begriff "Pod" komplett, den Apple bereits seit einiger Zeit für sich beansprucht.  (aus Apple beansprucht "Podcast" für sich)

Der Begriff Podcasting wird einerseits als Allgemeinbegriff für das Veröffentlichen von MP3 Dateien verwendet, ist aber auch eine Anspielung auf den populären MP3-Player von Apple. Die Situation ist ähnlich wie beim  Tempotaschentuch, das in Deutschland zu einem Begriff für Taschentücher geworden ist. Für Apple sicher keine schlechte Werbung, da viele Nutzer das Podcasting mit dem iPod verbinden.

Wenn Apple jetzt aber den Begriff "Podcasting" für sich beanspruchen will, dann sollten die Podcaster über einen neuen Begriff nachdenken. Ich finde Audiocasting sehr treffend, weil er selbstbeschreibend ist und die technische Realität sehr gut beschreibt. Was meinen die Audiocaster dazu? Vielleicht haben sie auch eine originellere Idee?

Nebenbei bemerkt, hat sich auch Apple einen Produktnamen unter den Nagel gerissen, schließlich sind Äpfel ein beliebtes Naturprodukt. Schade, dass Bäume keine Rechtsanwälte haben, sonst würden sie Apple verklagen. icon_wink.gif